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Dynastien in NRW


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Erbprinz Maximilian und Erbprinzessin Marissa zu Bentheim

Nach dem tragischen Unfalltod seines älteren Bruders Prinz Christoph (1966-1987) führt Erbprinz Maximilian (geb. 1969) als jüngster von drei Geschwistern seit 1999 die Geschäfte des Fürstenhauses.

Der an der Universität Cambridge und an der London School of Economics als Betriebswirt mit dem Nebenfach Kunstgeschichte ausgebildete Erbprinz setzt sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Marissa geb. Fortescue aus dem Hause der Earls Fortescue für die weitere Öffnung des Fürstlichen Erbes ein. Als Diplom-Theologin und Kunsthistorikerin der Universität Oxford und des Courtault Institute London unterstützt die Erbprinzessin die Umgestaltung der Fürstlichen Schlösser und Gärten. Das Erbprinzenpaar hat drei Kinder, Moritz (6 Jahre), Louise (4 Jahre) und Amalia (1 Jahr).

Die Verwurzelung der fürstlichen Familie in kirchlichen Traditionen zeigt sich in der Pflege der neun Patronatsgemeinden. Der Erbprinz und die Erbprinzessin bemühen sich, den Austausch unter den Gemeinden zu fördern. Aktiv beteiligt sich der Erbprinz an den Stiftungen Via Nova in der Patronatsgemeinde Rheda und der Stiftung Segenswege in Ergste. Ähnlich gelagert ist das Engagement der Erbprinzessin als Vorsitzende des DRK Ortsvereins Rheda-Wiedenbrück.

Die Gestaltung der Gärten an den fürstlichen Schlössern ist dem Prinzenpaar besonders wichtig. Im Zusammenwirkten mit der Politik und Verwaltung sowie örtlichen Vereinen sorgten sie dafür, dass die Schlossgärten in Rheda und Hohenlimburg und die Klostergärten in Clarholz und Herzebrock wiederhergestellt wurden. Die Schlossgärten Rheda und Hohenlimburg wurden in das European Garden Heritage Netzwerk der Europäischen Gemeinschaft aufgenommen. Schloss Hohenlimburg wurde mit der Restaurierung des Wehrgangs und dem Ausbau des Deutschen Kaltwalzmuseums als Touristisches Ziel deutlich aufgewertet.

Der Erbprinz bemüht sich, die wirtschaftliche Leistung seines Betriebes zu verbessern, um so den Erhalt des historischen Erbes zu sichern. So werden die Immobilienbestände der Fürstlichen Verwaltung kontinuierlich erweitert. Markantestes Projekt gemeinsam mit der Asset GmbH ist derzeit der Bau einer Rastanlage an der A2 welche durch hochwertige Architektur Impulse für den Erfolg des interkommunalen Gewerbegebiets Aurea geben soll. In den an die ZAB vermieteten Räumlichkeiten auf Schloss Rheda wird ab Mitte des Jahres ein englischsprachiges PHD-Studienprogramm für Berufstätige in einer Kooperation der Hamburger HFH Fern-Hochschule und einer US-amerikanischen Universität angeboten. Der fürstliche Forstbetrieb hat sich ein neues Standbein durch innovative Forstnutzungen erarbeitet. Dazu zählt insbesondere der Ausgleich baulicher Eingriffe durch die ökologische Aufwertung von Wäldern. So wurde der Rhedaer Stadtwald großflächig in Eichenwald umgewandelt und die Begradigung der Ems in Teilen naturnah rückgebaut.

Die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand in den Bereichen Kultur und Naherholung ist dem Erbprinz ein wichtiges Anliegen. Die historischen Gärten in Rheda, Herzebrock und Clarholz wurden der Öffentlichkeit pachtfrei zur Verfügung gestellt. Für Konzerte und Ausstellungen werden den Gemeinden oder den kultur- und heimatinteressierten Vereinen die Orangerie und das Bleichhäuschen in Rheda, die Heimastube in Herzebrock und der Alte Palas auf Schloss Hohenlimburg überlassen. Jährlich nutzt der Schloss-Spiele Verein des Hohenlimburger Schloss für ein einmonatiges Kulturfestival. Im Klostergarten Clarholz wurde eine neue Attraktion mit dem Labyrinthgarten von Jan Vercruysse geschaffen. Vielen Bürgern ist das deutschlandweit beachtete Kunstprojekt „Sky Mirror“ des englischen Künstlers Anish Kapoor im Schlossgarten zu Rheda eindrücklich in Erinnerung.

Zur Öffnung des historischen Erbes gehört auch die Einrichtung des Cafés mit Biergarten auf Schloss Rheda, von wo aus die Gäste das seit kurzem wieder laufende Mühlrad beobachten können, sowie die Restaurierung der Orangerie und der Schlossmühle als Location für private Feierlichkeiten und Events. Für Events stehen auch die Räumlichkeiten von Schloss Hohenlimburg zur Verfügung, welches als Schlossmuseum durch die gemeinnützige Schloss Hohenlimburg GmbH unter dem Vorsitz des Erbprinzen betrieben wird. Der Museums- und Kulturbetrieb von Schloss Hohenlimburg hat einen wichtigen Stellenwert in der Region. Kultcharakter hat der romantische Burgweihnachtsmarkt, welcher jedes Jahr tausende von Besuchern anzieht. Das Klavierfestival Ruhr gastiert jährlich auf Schloss Hohenlimburg und soll im nächsten Jahr erstmalig auch auf Schloss Rheda ein Konzert geben.

Um Schloss Rheda auch einem breiteren Publikum bekannt zu machen, und somit für die Vorzüge der Doppelstadt zu werben haben Prinz Maximilian und Prinzessin Marissa das Schlossgartenfestival „Frühling im Park“ zu einer der wichtigen Großveranstaltungen der Region ausgebaut, welche jedes Jahr zehntausende Besucher anzieht. Zu den Ehrengästen der Veranstaltung zählten Rosamunde Pilcher, Gudrun Landgrebe und der Starkoch Rolf Zacherl. Jährliche wiederkehrende Highlights sind der Auftritt der Warendorfer Meute und der Barockreiter im Schlossinnenhof. Eine stetig ansteigende Zahl hochwertiger Aussteller zeigt exklusive Waren vor romantischer Kulisse.

Der Erbprinz nimmt die Verantwortung zur Pflege der denkmalgeschützten Gebäudesubstanz sehr ernst. Durch die Sanierung der Weserrenaissancefassade von Schloss Rheda 2001 wurde das bedeutende Bauwerk gesichert und für die Öffentlichkeit attraktiv wiederhergestellt. Die Fürstliche Verwaltung beschäftigt einen Stab von Handwerkern für die laufend anfallenden Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten. Die hohen Kosten für die nachhaltige Pflege und den Erhalt des historischen Erbes bestreitet der Erbprinz weitgehend aus privaten Mitteln. Eine effiziente Immobilienverwaltung und der Forstbetrieb in Rheda und Hohenlimburg ermöglichen die kulturellen Aktivitäten der Fürstenfamilie. Die Besucher der Schlossanlagen erleben das Resultat des privaten Engagements des Fürstenhauses, das sich in jahrhundertlanger Tradition dem öffentlichen Interesse verpflichtet fühlt.